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Artolution und CHIME FOR CHANGE reisen nach Nakuwadde in Uganda, um zusammen mit Action in Africa ein Wandbild in ihrem Gemeindezentrum zu malen. Mit dem einwöchigen Projekt sollte den Kindern aus dem Ort vermittelt werden, dass sie ihre Leidenschaften und Wünsche zu ihrem Beruf und Lebensinhalt machen können. Das Kunstprojekt war eine „Wandbild-Antwort“ in einem „Leinwand-Gespräch“, das von 200 Kindern in New York begonnen und dann nach Uganda geschickt wurde, wo es als Grundlage und Inspiration für eine künstlerische Erwiderung diente. Das Projekt ist das Andenken an einen Schüler aus Nakuwadde, der bei einem Autounfall starb. Sein lächelndes Gesicht ist in der Mitte des Bildes zu sehen, und das Projekt ist eine kreative Erfahrung für die Gemeinde, die bei der Trauerbewältigung hilft, Kraft und positive soziale Veränderungen mit sich bringt. In diesem Video ist zu sehen, wie das Projekt entstand und wie Kunst dazu beiträgt, die Kinder aus Nakuwadde zusammenzubringen und sie dazu inspiriert, auch in Zukunft an ihren Leidenschaften festzuhalten.

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Grafik:
Nakuwadde, Uganda
Action in Africa, Gemeindezentrum

Jobray, Graffitikünstler und Lehrer: Viele Kinder, die hier aufwachsen, wissen nicht, welchen Weg sie einschlagen sollen, weil sie – naja – ignoriert werden. Ich unterrichte Kunst vor allem deshalb, weil ich daran zurückdenke, welche Hindernisse ich überwunden habe, um das zu tun, was ich jetzt tue – unterrichten.

Sarah Nininger, Executive Director von Action in Africa: Action in Africa hat sich mit Artolution und CHIME FOR CHANGE zusammengetan, um dieses einwöchige Projekt in unserem Gemeindezentrum durchzuführen. Es gibt doch keine bessere Gelegenheit, als diesen Kindern gemeinsam mit professionellen Künstlern aus Kampala zu zeigen, dass sie ihre Interessen und Wünsche zu ihrem Beruf, zu ihrem Lebensinhalt machen können.

Max Frieder, Mitbegründer und Co-Direktor von Artolution: Ich habe eine Zaubertrommel, die bringt uns alle in eine besondere Welt. Diese Woche gestalten wir eine „Wandbild-Antwort“ in einem „Leinwand-Gespräch“, das von 200 Kindern in New York begonnen und dann hierher geschickt wurde. Wir haben es hier an einer Wand angebracht, und jetzt dient es als Grundlage für ein Antwortbild. Dafür müssen Teams aus lokalen Künstlern zusammengestellt werden, die jeweils zur Hälfte aus Männern und Frauen bestehen. Sie haben eine Vorbildfunktion, denn sie zeigen, was beim Gestalten von öffentlichen Kunstwerken überall möglich ist. Ziel dieses Projekts war es, den Kindern in New York und den Kindern in Uganda die Augen zu öffnen und ihre Fantasie anzuregen, damit sich ein Austausch entwickelt, der diese ganze Gemeinschaft verändern kann.

Matt Kayem, Graffitikünstler: Dieses Projekt ist einzigartig. Wir lassen die Kinder einfach an die Wände malen und bleiben als Künstler selbst im Hintergrund, wir sehen ihnen einfach zu und helfen ihnen, wenn nötig. Wenn sie hineingehen, haben sie das Gefühl, dorthin zu gehören, sie fühlen sich dem Zentrum verbunden, es gehört ihnen.

Lawrence Bukenya, Student: In der Schule haben wir so etwas nicht. Kinder, Frauen, Mütter, Väter, alle kommen hierher und machen mit bei Projekten wie diesem Bild. Ich finde es einfach toll, was wir hier tun.

Carolyn Nakazibwe, Künstlerin und Studentin: Ich glaube, dass Kunst sie offener macht. Bevor wir mit dem Malen loslegen, lassen wir ihnen Zeit, sich zu entspannen und über ihre Gedanken, ihre Träume, über all ihre Wünsche für die Zukunft nachzudenken.

Max: Jetzt schließen wir alle unsere Augen und stellen uns gemeinsam vor, was für eine Welt wir erschaffen wollen.

[Entstehung des Wandbildes im Zeitraffer]

Carolyn: Ich glaube, dass dieses Projekt etwas in der Gemeinde von Nakuwadde und in den Kindern selbst verändert, sogar in den Lehrern, denn die Kinder lernen von uns, und wir lernen von ihnen.

Jobray Dieser Moment hat für die Kinder etwas Magisches. Ihre Gesichter sehen so glücklich aus, das gibt mir so viel.

Sarah: Das Projekt wurde zu Ehren eines Schülers, der vor ein paar Monaten bei einem Autounfall gestorben ist, ins Leben gerufen. Es bedeutet mir persönlich sehr viel, dass die Kinder in New York, als sie davon hörten, wollten, dass dies der Mittelpunkt und die Ausgangsbasis des Projektes wird, aber auch für seine Familie und unsere Mitarbeiter und die Gemeinschaft hier; und wenn man jetzt durch das Tor kommt, ist es das Erste, was man sieht. Man sieht sein strahlendes Gesicht, und das ist einfach ein wunderbares Andenken für uns als Gemeinde und trägt zum Heilungsprozess bei.

Damulira Musa, Student: Kunst kann die Dinge in etwas Großartiges verwandeln. Wenn du das Zentrum von Action in Africa betrittst, hast du das Gefühl, dass deine Visionen und Träume wahr werden. Wenn du durch das Tor gehst, spürst du, dass diese Gemeinde die Zukunft positiv gestalten will.

Nassanga Brenda, Director of Center Operations bei Action in Africa: Zusammen mit meinem Mann schaue ich unseren Kindern zu und sehe, dass sie das lieben. Es war so schön, eines meiner Kinder, Katrina, dabei zu beobachten, wie sie mit einigen der Künstler aus Kampala malte.

Janet Kemigisa, Gemeindemitglied bei Action in Africa: Die Kinder kommen hierher, sie essen gemeinsam, machen gemeinsam Kunst, sie tanzen zusammen, spielen zusammen Theater, und dadurch entsteht ein richtiges Miteinander. Und selbst wenn sie das Zentrum verlassen, knüpfen sie da draußen neue Freundschaften, sie bringen noch mehr Kinder oder auch Erwachsene mit. Unsere Projekte, alles was wir hier tun, sei es Kunst oder Tanz oder Theater, es berührt alle in ihrem tiefsten Inneren und lässt Freundschaften entstehen, und wir sind eine Familie.

Kinder: Wir sind die Zukunft!

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